Unser Handeln, Denken und Leben wird von Informationen und Netzwerken dominiert. Dank der modernen Telekommunikation kann jeder uneingeschränkt am elektronischen Wissens-Puls unserer Zeit teilhaben.
Informationen und Netzwerke unterstützen die Idee der Selbstverwirklichung. Sie machen es möglich, mit Hilfe anderer und trotzdem selbstbestimmt seine Ziele zu erreichen.
Gut informiert zu sein bedeutet, sich selbstständig orientieren zu können. Die Qualität von Verbindungen und Informationen entscheidet über den Erfolg von Individualität. Informationen sind demnach nicht nur Wissensaustausch, sondern haben auch Verantwortung.
Eine Verantwortung, die durch die Macht des Möglichen im Zeitalter des technischen Fortschritts in den Hintergrund gedrängt wurde. Informationen verschweigen, Botschaften manipulieren und Bilder lügen. Bedürfnisse werden geweckt statt befriedigt, Versprechungen werden gemacht und nicht gehalten. Das Individuum ist daran gewöhnt, Informationen als unwahr zu entlarven und ihren Wert für Orientierung in Frage zu stellen. Egal ob es sich dabei um Botschaften aus der Politik, der Wirtschaft oder der Werbung handelt. Das Misstrauen wächst.

Informationen und Netzwerke stehen angesichts der massiven Vertrauenskrise in Deutschland vor einer Herausforderung: Es gilt, Unterstützung und Wohlwollen zu kommunizieren. Das Individuum gewinnt nur ein Gefühl von Sicherheit gegenüber der Information, wenn ihr Austausch Verbindlichkeit erzeugt. Es geht um die Wiedererweckung des Vertrauens in Botschaften und Informationen, für Inspiration und persönliches Wachstum.
Dazu bedarf es einer Gemeinschaft von Individuen, die sich im Informationsaustausch auch als Mentoren verstehen. Menschen, die sich selbst für eine Idee zurücknehmen und sie gleichzeitig weiterentwickeln können. Die der Selbstironie und der Menschlichkeit einen neuen Wert beimessen, um echten Austausch möglich zu machen. Auf diese Weise entsteht eine spielerische Informations-Verantwortung.

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