Was passiert...
...wenn Sie nach einem Besuch vom Finanzamt Hagenbeks Tierpark verwirrt in der U-Bahn sitzen, direkt am Bahnhof Schlump ankommen, und mit der Frage konfrontiert sind: Bedeutet Information Orientierung. Es könnte sein, dass Sie dann vergessen auszusteigen. Denn mit dieser Frage ist Ihre Situation perfekt geschildert: Die Finanzbeamtin hatte zwar nicht die Schönheit der Frau, die Sie in biblischer Haltung auf dem Foto sehen, auch hatte sie die Hände beileibe nicht so grazil geöffnet, sondern wirkte eher verschlossen, aber alles das, was Sie zuvor an Information über ihren Lohnsteuerjahresausgleich erhalten haben, diente vielem, nur nicht der Orientierung, die Sie gebraucht hätten, seitenlange Formular auszufüllen. Oder, einfacher: Was passiert, wenn Sie U-Bahn-fahrend Ihre 17. SMS losgelassen haben, ob wohl Sie wissen, dass die Handy Rechnung ohnehin schon jetzt Ihr Vermögen übersteigt. Plötzlich sehen Sie diese Frau, geradezu erleuchtet, in ihrer Verwirrung auf das Handy starrend: Macht Verbindung süchtig, dabei hatten Sie doch gerade nach dieser - der Verbindung - verzweifelte Signale gesendet.
Mag sein, dass die Grundlage dieser Fragen geradezu banal wirkt, auf diejenigen, die diese Ausstellung konzipiert haben. Aber das ist, wenn ich sie richtig verstanden haben, genau ihr Anliegen: Dort wo ansonsten Strumpfbeine, Büstenhalter, Puddings, Traum- Strände, Dekoltees, Handys und Filmhelden verkauft werden, als ginge es um die unabdingbaren Elementarteile unseres Alltags, dort schauen Sie jetzt diese Gesichter an. Gleichsam zusammengewachsen mit den aktuellen Accessoires der Kommunikation, Laptop, Handy, iPod usw, Accessoires, die längst für die meisten im Jetzt und Hier so wichtig sind wie die Luft zum Atmen. Ist Vertrauen Luxus? Auch eine dieser Fragen. Noch vor einer Woche hätte ich erklärt "nein, der größte Luxus dieser Zeit heißt Unerreichbarkeit. Angesichts der apokalyptischen Szenen auf dem anderen Ende der Welt, wissen wir, dass auch das nicht mehr stimmt. Und so wird diese Ausstellung, die die uns, alltäglich gewordenen Wege unfassbar großer Informationsflut hinterfragt, von einer grausamen Wirklichkeit eingeholt.
Diese Figuren, natürlich nicht ohne Absicht in der verklärenden Ästhetik einer Ikone stilisiert, kryptisch, flüchtig, gleichen einer - natürlich digital festgehaltenen Erscheinung. Sie haben etwas - wie ich finde - seltsam Berührendes: Sie wirken unendlich einsam. Auf eine subtile Art friedlich, und dennoch sehr fraglich, auf undurchschaubare Art. Und damit, trotz ihrer Präsenz, eben nicht ansprechbar.
Was also passiert, wenn ich plötzlich mit der Frage konfrontiert werde: Macht Perfektion liebenswert - war ich nicht gerade beim Friseur. Was also passiert, wenn ich mich jemandem ganz, aber auch ganz öffnen möchte, und dieses elfengleiche Wesen auf dem Foto mich fragt: Ist Vertrautheit Luxus?
Um zu den Menschen zurückzukommen, die seit über einem Jahr an dieser Ausstellung gearbeitet haben. Da ist zum einen das Team von Maren Esdar und Edith Kollath - style-unique - das ist der Name unter dem sie agieren, Bilder, Bilderwelten erschaffen sie, die Illustratorin mit dem Sinn für Ironie und die kreative Foto-Arbeiterin - mit dem Talent für visionäre Umsetzung ihrer Phantasmen sind sie beide gesegnet.
Da ist Anja C. Pagel, Maskenbildnerin, aber was heißt das schon, in einer Zeit, in der die Maske, uns allen wohl irgendwie zur zweiten Haut geworden ist. Für sie hieß das: Weitergehen.. zu Ausstellungskonzeptionen, Gestaltung... wie für die anderen auch, auch für Ricardo Quaresma Vieira den portugiesischen Fotografen und Filmemacher. Er wurde, um eine weitere Fragestellung dieser Ausstellung ins positive zu verkehren: Von der Idee dessen, was Sie jetzt sehen, verführt, dann von den drei Frauen gekauft, und er ist jetzt hoffentlich auch glücklich.
Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie zu den freischaffend-ackernden, künstlerischen - Verzeihung, aber so ist es doch - Dienstleistern gehören, die - trotz ihrer großen Erfolge an Türen klopfen müssen, damit so etwas wie das hier überhaupt stattfinden kann.
Also: Was passiert, wenn Menschen wie die vier hier an die Tür der Kulturbehörde klopfen? Nichts. Andere Türen standen ihnen nur dann offen, wenn sie den richtigen Partner mit an den Tisch bringen. In dem Fall war der richtige Partner die Hochbahn. Und dass alle diese Herren und Damen - inklusive der Sponsoren, auf dieses Projekt gesetzt haben, rechne ich Ihnen hoch an. Schon allein, um der Kulturbehörde zu zeigen, dass es auch ohne sie geht.
Um, mit einer wirklich persönlichen Bemerkung zu schließen, eigentlich ist die U1 meine Linie. Ich werde jetzt öfter den Umweg über die U2 oder die U3 nehmen - schon allein um zu sehen: Was passiert wenn ich in den Sender fahre, und ich plötzlich mit der Frage konfrontiert bin: Kann ich frei sprechen?
Warum misstraue ich? Ist Geborgenheit käuflich? Macht Perfektion liebenswert? Zwölf solcher Fragen verwundern in diesen Tagen auf den Werbeflächen der U-Bahn-Station Schlump. Die Plakate einer Kunstausstellung zeigen Fotos von Menschen - am Kopf umgeben von einem leuchtenden Lichtkranz und alle mit Handy, MP3-Player und Kopfhörern ausgestattet.
"Die Geräte dieser modernen Ikonen symbolisieren die heutige Wichtigkeit von Kommunikationsmitteln", erklärt Edith Kollath. Sie gehört zu der vierköpfigen Künstlergruppe, die die öffentliche Ausstellung mit dem Titel "@ and alpha: superior via connection" initiiert und umgesetzt hat.
"Informationen umgibt heutzutage etwas Heiliges", sagt Kollath. Zugang zu ihnen entscheide über Macht und Ohnmacht. Der Schlump sei bewusst ausgewählt worden, weil er als Verkehrsknoten Verbindungen zwischen Menschen und Orten ermögliche.
"Wir wollen die Wahrnehmung der Menschen auffrischen", benennt Kollath den Zweck der Kunst am Schlump. Die in den Raum gestellten absurden Fragen auf den Plakaten sollen zum Nachdenken anregen. Meinungen und Anregungen zur Aktion können an zwei Litfaßsäulen sowie im Internetforum (www.atandalpha.com) niedergeschrieben werden.
Die Aktion läuft noch bis 12. Januar. Dann werden von 19 bis 22 Uhr in einem U-Bahnzug auf der Ebene U3 durch das Auktionshaus C. F. Schlueter Plakate samt Leuchtkästen versteigert. 10 Prozent des Erlöses werden an Unicef gespendet.
Eine Gruppe junger Künstler hat seit Kurzem den U-Bahnhof Schlump in eine öffentliche Kunstgalerie und zugleich in einen Wallfahrtsort verwandelt: Der Ort, den sie gewählt haben, verlangt zwingend, daß wir innehalten im Sog permanenter Beschleunigung. Die gekachelten Wände, die sonst Passanten mit Werbung konfrontieren, sind zu Bildertafeln geworden, die bewußt an die christliche bzw. orthodoxe Ikonographie anknüpfen: Sie erinnern an Ikonen und Marienbilder. Maßgeblicher Unterschied: Die Figuren haben Handys oder Laptops bei sich, die allerdings nicht mehr im Alltagszusammenhang stehen, sondern eng mit dem Sinn des Projekts verknüpft sind: Was nützt die modernste Technik, wenn das Entscheidende fehlt? "Informationen", so wollen die Initiatoren bewußt machen, "sind nicht nur Wissensaustausch, sondern haben auch Verantwortung. Eine Verantwortung, die durch die Macht des Möglichen im Zeitalter des technischen Fortschritts in den Hintergrund gedrängt wurden." Idee und Konzept stammt von der Maskenbildnerin und Ausstellungsmacherin Anja C. Pagel, die Realisation von "style unique." Die relativ glatte Ästhetik der makellos schönen Fotografien von Ricardo Quaresma Vieira wird gekontert durch sonderbare Fragen unter den Bildern: Bedeutet Information Orientierung? Verführt, gekauft, glücklich? Macht Perfektion liebenswert? Schlichte Fragen, die dieses Kunstprojekt entscheidend mitcharakterisieren, das wahrscheinlich viele Menschen erreichen und zum Denken anregen wird. Es endet am 12. Januar mit einer Auktion. Eng
Eimsbüttel - Tolle Idee: Die Hochbahn hat die U-Bahnstation Schlump vorübergehend zu einer Galerie umgestaltet. Auf sämtlichen Werbeflächen der Haltestelle werden bis 12. Januar Fotoarbeiten von jungen Künstlern gezeigt. Hochbahn-Vorstand Ulrich Sieg: "Eine Haltestelle ist ein guter Ort für Kultur. Hier kommen viele Menschen zusammen. Während sie auf den Zug warten, begegnen sie der Kunst."
Die U-Bahnstation Schlump hat sich in eine Galerie verwandelt. Die Idee den Bahnhof für eine Ausstellung zu nutzen, hatten die Künstler Maren Esdar, Edith Kollath und Antje Pagel. Auf den ersten Blick scheint die U-Bahnstation unverändert. Doch an Stelle der normalen Werbeplakate hängen großflächige Fotografien, die den Fahrgast erstaunen lassen. "Wofür wirbt denn dieses Plakat?" mag sich mancher der Passanten denken.
Die zwölf Portraits von Männern und Frauen erinnern an christliche Ikonen. Alle Bilder sind mit falschen Versprechungen und absurden Fragen unterlegt. "Macht Perfektion liebenswert? Ist Vertrauen Luxus? Verstehst du mich?" Durch ihre Kopfhörer sind die abgebildeten Personen mit der Außenwelt verbunden. Doch, welche Informationen bekommen sie? Stimmen diese Botschaften? Die Künstler wollen durch die ungewöhnliche Schau Aufmerksamkeit erregen. "Es geht uns um die Wiedererweckung des Vertrauens in Botschaften und Informationen", erklärt Esdar die Idee der Galerie im öffentlichen Raum. "Unser Denken und Handeln wird heute von Informationen bestimmt. Häufig aber sind diese unwahr. Wir stellen fest, dass Bilder Lügen und Botschaften manipulieren." Die Betrachter sind durch die Schau herausgefordert, sich Gedanken zu machen. Am Eingangsbereich stehen zwei Litfass-Säulen, auf denen das Publikum die Meinung kundtun kann. Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Januar zu sehen.
Überlegenheit durch Verbindung" lautet das Motto eines Kunst-Projektes, das sich mit Kommunikation befasst und vom 30. Dezember 2004 bis zum 12. Januar 2005 im Hamburger U-Bahnhof Schlump stattfindet. Zu den Förderern gehört auch die überregional tätige Anwaltskooperation Legitas. Das Unternehmen ist Lizenzgeber für einen Verbund spezialisierter Anwälte.
"Das Motto des Projektes passt gut zu uns", begründet der Anwalt und Legitas Geschäftsführer Dr. Fabian Georg Heintze sein Engagement. "Wir pflegen eine intensive Beratungskommunikation mit den Mandanten und können durch die Netzwerk-Verbindung für die meisten Rechtsprobleme einen ausgewählten Spezialisten zu transparenten Bedingungen vermitteln. Und ich glaube, dass unser System Mandanten und Partnern Vorteile bei der Rechtsberatung bietet, die in dieser Form sonst kaum zu finden sind."
Die Ausstellung "@ + alpha superior via connection- Überlegenheit durch Verbindung" besteht aus zwölf großformatigen Fotos, die vorübergehend die gewohnten Werbeposter im Bahnhof von ihrem Platz verdrängen. Die Motive sind moderne Männer und Frauen mit Kommunikationsgeräten, allerdings dargestellt in Stile christlicher Ikonen. Durch diese religiöse Bildsprache sollen die Geräte ihrer Alltäglichkeit enthoben und zu Heiligtümern stilisiert werden, um ihre "Macht" als Überbringer von Informationen sichtbar zu machen. Das Team um die Künstlerin Anja C. Pagel will einen spielerischen Raum schaffen, der einen neuen Zugang zu den Themen Information, Verbindung und Gemeinschaft eröffnen und eine kunstvolle Auseinandersetzung mit künftigen Kommunikationsbedürfnissen ermöglichen soll.
Die Ausstellung thematisiert dabei auch die Qualität und Verlässlichkeit von Verbindungen, Netzwerken und Informationen. Diese Faktoren sind fester Bestandteil des modernen Lebens. Setzt man ihre Zuverlässigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen voraus, helfen sie dem Einzelnen, mit der Unterstützung durch andere seine Ziele zu erreichen: Überlegenheit durch Verbindung. "Damit können wir uns sehr gut identifizieren", sagt Legitas-Gründer Dr. Fabian Georg Heintze. Vertrauen, kompetente Information und Zuverlässigkeit spiele in der Rechtsberatung eine besonders große Rolle. Deswegen sei eine hohe Beratungsqualität von entscheidender Bedeutung. Das ist einer der Gründe, warum Legitas nur Spezialisten als Kooperations-Anwälte aufnehme. Den Mandanten werde auch ganz offen gesagt, wo die Partner helfen können und wo nicht. Nur so können diese das Vertrauen aufbauen, den richtigen Anwalt für ihr Anliegen zu finden. Auch die Praxis von Kostenvoranschlägen trägt zur Glaubwürdigkeit der Dienstleistung bei. "Deswegen sehen wir uns als "Marken-Rechtsberatung", bei der ein verlässliches Team zu transparenten Konditionen bestmögliche Erfolgschancen und damit einen Mehrwert für den Mandanten schafft", so Dr. Heintze weiter.
"Überlegenheit durch Verbindung" lässt sich aber auch auf das interne System von Legitas übertragen. Ein guter Rechtsanwalt kann heute kaum mehr alle Lebens- und Rechtsbereiche gleichermaßen gut überschauen und wird sich daher in der Regel spezialisieren. Diese Spezialisierung schränkt allerdings sein Leistungsangebot ein, er kann nicht mehr in allen Lebenslagen beraten. Die Lösung des Problems ist der Zusammenschluss mit Spezialisten aus anderen Rechtsbereichen. Diese Verbindung hebt die Einschränkungen wieder auf. Verbundene Einzelkompetenz ergibt eine umfassende Kompetenz in hoher Qualität - und verschafft damit dem Verbund-Anwalt einen Vorteil gegenüber dem "Einzelkämpfer".
Neben einer generellen Verbundenheit zur Kunst gibt es also gute Gründe, warum Legitas gerade dieses Projekt aktiv unterstützt.
Sehen Sie sich die Motive und das Konzept auf der sehr gelungenen Homepage des Projektes an:
http://www.atandalpha.com/home.html
"Take a train to Schlump" - dafür gibt es zwischen dem 30. Dezember und dem 12. Januar einen ganz besonderen Grund: die Ausstellung @ + alpha superior via connection! An Stelle der "normalen" Werbeplakate werden Plakate hängen, die manchen Fahrgast im ersten Moment erstaunen lassen. "Wofür wirbt denn dieses Plakat?" Die Irritation ist durchaus bewusst einkalkuliert, denn durch Ungewohntes und Irritierendes wollen die Künstlerinnen die Aufmerksamkeit der Fahrgäste erregen.
Die Idee zur Ausstellung, die Umsetzung und Planung sowie die Entwicklung der "Exponate" stammen von Maren Esdar, Edith Kollath und Anja C. Pagel. Fotografiert hat der portugiesische Fotograf Ricardo Quaresma Vieira. Maren Esdar und Edith Kollath haben Modedesign studiert und anschließend gemeinsam das Unternehmen "Style unique" gegründet, das art direction-Aufträge für Zeitungsmagazine und Werbeagenturen erfüllt. Anja C. Pagel arbeitet im Bereich Haar und Make-up für Fotoproduktionen.
"Es geht uns um die Wiedererweckung des Vertrauens in Botschaften und Informationen", erklärt Maren Esdar die Idee der Galerie im öffentlichen Raum. "Unser Handeln, Denken und Leben wird heute von Informationen und Netzwerken bestimmt. Häufig aber entlarven wir Informationen letztlich als unwahr, stellen fest, dass Bilder lügen und Botschaften manipulieren. Damit der Informationsaustausch wieder Verbindlichkeit erzeugt und Vertrauen begründet wächst, sind Menschen notwendig, die sich selbst für eine Idee zurücknehmen und sie gleichzeitig weiterentwickeln können".
Mit zwölf Motiven bzw. Porträts von Männern und Frauen, die an christliche Ikonen erinnern, hat das Künstlerquartett versucht, "den Zauber der Verbindung und Verbindlichkeit" auszudrücken. Ikonen sind Wertevermittler und symbolisieren gegenüber der Werbung mit falschen Versprechungen eine alternative Kommunikation. Sie sind gerade in dieser Zeit, in der der religiöse Fundamentalismus erstarkt, zugleich eine Aufforderung, sich wieder mit den eigenen Wurzeln auseinander zu setzen. Auch der Nahverkehrsknotenpunkt Schlump steht für Verbindung und vervollkommnet so die Idee der Ausstellung.
Ein Jahr lang haben Maren Esdar, Edith Kollath und Anja C. Pagel die Ausstellung engagiert entwickelt, vorbereitet, organisiert und Sponsoren geworben, um ihr Projekt verwirklichen zu können. Zu den größten Förderern des Projektes gehören die HOCHBAHN als Hausherr der U-Bahn-Haltestelle Schlump und das Unternehmen Ströer DSM (ehemals Hamburger Verkehrsmittelwerbung).
Mit Spannung warten die Künstler nun auf Reaktionen ihres Publikums. Fahrgäste und andere Ausstellungsbesucher können daher im Eingangsbereich auf zwei Litfasssäulen ihre Meinung zur Ausstellung schreiben, zudem gibt es die Möglichkeit, diese im Meinungs-Forum der Internetseite www.atandalpha.com zu hinterlegen.
Zum Jahreswechsel verwandelt sich der U-Bahnhof Schlump zu einem Kunstschauplatz: Ab dem 30. Dezember hängen dort für zwei Wochen anstelle von Werbeplakaten Kunstfotografien. Kunstgeschichtliche Symbolik trifft in den Bildern auf moderne Werbeästhetik.
In Szene gesetzt haben die Bilder Maren Esdar (32) und Edith Kolath (27), die als Foto-Stylistinnen mit renommierten Fotografen für Modemagazine und Werbeaufnahmen arbeiten. Seit der Gründung ihrer Firma im Herbst 2003 veröffentlichten die diplomierten Mode-Designerinnen bereits diverse Bildstrecken in internationalen Hochglanzmagazinen. Sie haben dabei einen ganz eigenen künstlerischen Stil entwickelt. Ihr Firmenname "Style Unique" ist also Programm.
Zu ihrem Service gehört auch die komplette Abwicklung von Foto-Shootings: Von der Ideenfindung über Organisation und Planung bis zur Plazierung in den Magazinen. "Wir inszenieren atmosphärische Bildwelten", umschreiben die kreativen Gründerinnen ihre Arbeit. Für Modestrecken übernehmen sie meist die komplette Gestaltung, der Fotograf muß am Ende einfach nur den Auslöser drücken. Diese gestalterische Freiheit haben Esdar und Kollath aber nicht immer: "Besonders bei Werbeaufnahmen wird die Gestaltung in der Regel durch den Kunden oder dessen Agentur vorgegeben", sagt Esdar.
Einige Beispiele der Arbeiten sind auf der Internetseite www.styleunique.com zu finden - man sollte sich aber nicht von der coolen Gestaltung täuschen lassen: "Ein Kunde, der uns über die Website fand, dachte, wir seien arrogant", lacht Kollath. Aber das sind die sympathischen Frauen nun wirklich nicht. Stefan Grundmann
erschienen am 11. Dezember 2004 in Beruf & Erfolg